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Bericht 02

Kennenlernworkshop zur studentischen Partizipation

AP02 – Lehrgemeinschaften und Fachschaften erkunden gemeinsam Chancen und Hindernisse studentischer Beteiligung in der Lehrgestaltung.

Am 8. Mai 2026 fand ein Kennenlernworkshop zwischen Mitgliedern aus dem Arbeitspaket 02 Lehrgemeinschaften und Vertreter:innen der Fachschaften LeB, GuK und HuWi sowie dem Kulturreferat der Fachschaften statt. Ziel war es, gemeinsam Chancen und Hindernisse mit Blick auf studentische Partizipation in der Lehrgestaltung und -entwicklung auszuloten und erste Ideen zu diskutieren, wie studentische Perspektiven in der universitären Lehre verankert werden können. Der Workshop markiert einen ersten Schritt in Richtung Co-Creation zwischen Lehrenden und Studierenden.

Gruppenfoto vom Kennenlernworkshop am 8. Mai 2026

Zentrale Befunde

Zunächst wurde gemeinsam der Status quo analysiert. Es wurden Chancen, Hindernisse und Potenziale für Verbesserungen im Bereich studentischer Beteiligung in der Lehrgestaltung und -entwicklung identifiziert.

Studierende äußern ein großes Interesse an der Mitgestaltung von Lehre, aber auch Sorge, neben ohnehin bestehenden Belastungen – z. B. durch Studienfinanzierung, Studienorganisation, Care-Arbeit – noch weiter zeitlich gefordert zu werden. Gleichzeitig wurde eine geringe Wirksamkeitserfahrung mit Blick auf die bisherige Form der Lehrveranstaltungsevaluation als Mitbestimmungsinstrument geäußert. Ferner werden offenere Lernformate zum Teil als kritisch erlebt, wenn Rollen und Erwartungen unklar bleiben oder eine aktive Prozessbegleitung durch die Lehrenden fehlt.

Als Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Einbettung studentischer Partizipation wurden folgende Punkte zusammengetragen:

  • Ein klar definierter und transparent kommunizierter Beteiligungsrahmen
  • Verbindliche Rückkopplungsschleifen und eine erkennbare Absicht der Umsetzung von Feedback im Rahmen von Evaluationen
  • Ein unterstützendes, angstfreies Lernklima
  • Herstellung sozialer Einbindung und Community-Strukturen
  • Curriculare Verankerung von studentischer Partizipation

Konzept „Studentische Denkfabrik"

Ein von AP02 vorgeschlagener Konzeptentwurf für eine strategische und schrittweise Verankerung einer „Studentischen Denkfabrik Lerngemeinschaften" (Arbeitstitel) wurde insgesamt positiv aufgenommen und weiterentwickelt. Insbesondere das wahrgenommene Empowerment und die Idee, einen nicht nur punktuellen, sondern breitenwirksamen Ansatz zu verfolgen, stieß auf großen Anklang.

Ausblick

Die Ergebnisse verdeutlichen ein Spannungsfeld zwischen Interesse an Partizipation und bestehenden strukturellen Hürden. Ausgehend von dem gemeinsam hergestellten Verständnis über die Ausgangslage wird nun ein weiterer Workshop zur Vertiefung konkreter Fragestellungen – z. B. Anreizstrukturen und Aktivierungsformate – geplant. Interessierte Studierende sind herzlich eingeladen mitzumachen!