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Bericht 02

AP02 auf der TURN Conference 2026 in Weimar

Martina Ebenberger und Martina Osterrieder vertraten AP02 „Lehrgemeinschaften“ auf der TURN Conference 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar – mit einer Kollegialen Fallberatung zu studentischer Beteiligung und einem Beitrag im Praxisdiskurs.

Vom 24. bis 25. September 2026 fand die TURN Conference an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Unter dem Titel „Experiential TURN“ kamen Akteure aus Hochschulen, Forschung und Praxis zusammen, um über Erfahrungsräume für zukunftsfähiges Lernen und die damit verbundenen innovativen Ansätze und Transformationsprozesse in Studium und Lehre zu diskutieren. AP02 „Lehrgemeinschaften“ war durch Martina Ebenberger und Martina Osterrieder vertreten.

Eröffnung der TURN Conference durch Prof. Peter Benz Abbildung 1: Eröffnung der TURN Conference durch Prof. Peter Benz

Eröffnet wurde die TURN Conference unter anderem durch Grußworte von Prof. Peter Benz, Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, und Dr. Antje Mansbrügge, Vorständin der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL). In den anschließenden Keynotes stellte Prof. Nick Tyler (University College London) Polyphonie als Lernweg in den Mittelpunkt, während Ira Helten (Studentin an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt a. d. Oder) sich dem Co-Teaching widmete und Einblicke in die gemeinsame Gestaltung von Lehrveranstaltungen aus studentischer Perspektive gab.

Kollegiale Fallberatung und Praxisdiskurs

Am Donnerstag brachten Martina Ebenberger und Martina Osterrieder mit einem Beitrag zur Kollegialen Fallberatung eine zentrale Fragestellung des AP02 in die Tagung ein: Wie kann studentische Beteiligung unter den spezifischen Bedingungen der deutschen Hochschullandschaft gelingen? Ansätze wie Students as Partners, die insbesondere an anglophonen Hochschulen etabliert sind, lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen. Auch an der Universität Bamberg prägen geringe Anwesenheitsverpflichtungen, outputorientierte Studienstrukturen und eine vielfach rezeptiv geprägte Lernkultur die Voraussetzungen für studentische Beteiligung. Die Kollegiale Fallberatung bot Raum, diese Ausgangslage gemeinsam mit Beraterinnen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen und einem Studierenden zu reflektieren.

Darüber hinaus war Martina Ebenberger als Diskutantin am Praxisdiskurs „Studentische Werkstätten als Fallbeispiel für selbstbestimmtes Lernen im Transformationskontext“ von Dr. Josefa Scalisi und Luzie Siegl beteiligt und brachte dabei ihre Forschungsperspektive auf Co-Creation in der Hochschullehre ein. Im Fokus des Diskurses stand dabei die Frage, wie studentische Lernräume gestaltet werden, in denen Studierende eigene Themen und Interessen einbringen.

Martina Osterrieder und Martina Ebenberger auf der TURN Conference 2026 Abbildung 2: Martina Osterrieder und Martina Ebenberger

Impulse für die Arbeit des AP02

Für AP02 bot die TURN Conference zahlreiche Anknüpfungspunkte an die eigene Arbeit zu studentischer Beteiligung und Co-Creation. Besonders wertvoll waren für die Mitarbeitenden des Arbeitspakets die Impulse zur Reflexion über Zeitpunkte der Einbindung von Studierenden sowie deren Rolle, zu den Rahmenbedingungen studentischer Partizipation und ihrer curricularen Verankerung sowie zur Bedeutung von Beziehungsarbeit und Zeit für gelingende Beteiligungsprozesse. Deutlich wurde, wie wichtig es ist, Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Studierende Partizipation nicht nur als Konzept kennenlernen, sondern selbst erleben und aktiv mitgestalten können. Damit knüpfen die Erkenntnisse unmittelbar an die Arbeit des AP02 an, das mit Formaten wie den Co-Creation-Seminaren oder der Entwicklung einer studentischen Denkfabrik bereits solche Erfahrungsräume erprobt und gemeinsam mit Studierenden weiterentwickelt.