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Bericht 02

Partizipation – Was ist das eigentlich? Einblicke in die Arbeit von AP02 „Lehrgemeinschaften“

Bei der Open Session von AP02 am 14. Oktober 2026 setzten sich Studierende und Mitarbeitende der Universität an vier interaktiven Stationen mit studentischer Partizipation und Co-Creation in der Hochschullehre auseinander.

Wie kann studentische Beteiligung in der Lehrgestaltung und -entwicklung gelingen? Welche Herausforderungen stellen sich dabei? Was unterscheidet echte Mitgestaltung von bloßer Scheinpartizipation?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich Studierende und Mitarbeitende der Universität am 14. Oktober 2026 bei der Open Session des Arbeitskreises AP02 „Lehrgemeinschaften“, der von Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Prof. Dr. Theresa Summer und Dr. Johannes Weber geleitet wird. Gemeinsam mit der studentischen Co-Leitung Johanna Barth, Amelie Bona, Carina Götz und Lisa Theisen gestalteten die Projektmitarbeiterinnen Martina Ebenberger und Martina Osterrieder die Veranstaltung, die Einblicke in die Arbeit von AP02 geben und für die Bedeutung studentischer Partizipation in der Hochschullehre sensibilisieren sollte.

Was bedeutet Partizipation eigentlich?

Zum Einstieg ordneten die Teilnehmenden in einem größtenteils von der studentischen Co-Leitung entwickelten Quiz verschiedene Lehrszenarien unterschiedlichen Stufen der Partizipation zu. Die Übung sollte dazu anregen, Lehrsituationen neu zu betrachten und sich damit auseinanderzusetzen, was studentische Partizipation ausmacht und wo sie beginnt. Denn nicht überall, wo Studierende einbezogen werden, können sie auch tatsächlich mitgestalten. Ein anschließender Input von Projektmitarbeiterin Martina Ebenberger vertiefte das Verständnis von Partizipation und führte in das Konzept „Co-Creation“ ein. Lisa Theisen ergänzte es um ihre studentische Perspektive aus der Projektarbeit, insbesondere aus den Co-Creation-Seminaren der Fachdidaktik Englisch im Sommersemester 2026.

Einstiegsquiz zur studentischen Beteiligung bei der Open Session von AP02 Das Einstiegsquiz zur studentischen Beteiligung

Vier Stationen, vier Einblicke in die Projektarbeit

Im Mittelpunkt der Open Session standen vier interaktive Stationen, an denen die Teilnehmenden konkrete Umsetzungsbeispiele und Fragestellungen aus der Arbeit von AP02 kennenlernen und gemeinsam weiterdenken konnten. Die Moderation der Stationen übernahmen Annette Scheunpflug, Martina Ebenberger, Johanna Barth und Carina Götz (gemeinsam) sowie Lisa Theisen.

Die Stationen widmeten sich vier Schwerpunkten:

  • Ein Mitmachbuch als Einstiegshelfer ins Studium
  • Co-Creation-Seminare – student-led learning versus fachliche Fundierung
  • Implementierung einer studentischen Denkfabrik in ein Seminarformat
  • Kollaborative Prozesse in Co-Creation-Seminaren

In zwei jeweils 25-minütigen Runden wählten die Teilnehmenden zwei Themen aus, mit denen sie sich näher beschäftigen wollten. An den einzelnen Tischen entschieden die Gruppen gemeinsam, welche Fragestellung sie diskutieren wollten. Ihre Erfahrungen, Ideen und Anregungen wurden auf Brownpaper festgehalten.

Eine Gruppe diskutiert an einem Tisch mit Brownpaper und Arbeitsblättern zur studentischen Denkfabrik Die Teilnehmenden diskutieren gemeinsam über eine mögliche Implementierung einer studentischen Denkfabrik in ein Seminarformat

Ideen sichtbar machen und gemeinsam weiterdenken

Zum Abschluss wurden die entstandenen Plakate bei einem Gallery Walk ausgestellt. So konnten die Teilnehmenden die Ergebnisse der anderen Gruppen kennenlernen, eigene Gedanken dazu entwickeln und diese mit Kommentaren auf Post-its ergänzen. Der Gallery Walk diente damit nicht nur der Ergebnissicherung, sondern bot auch Raum, die gesammelten Ideen um weitere Impulse zu ergänzen.

Teilnehmende betrachten beim Gallery Walk die ausgestellten Plakate der anderen Stationen Beim Gallery Walk konnten die Teilnehmenden die Endprodukte der anderen Tische kennenlernen und kommentieren

In einer abschließenden Diskussionsrunde teilten Vertreterinnen und Vertreter der vier Stationen ihre wichtigsten Erkenntnisse mit der gesamten Gruppe. Dabei stand insbesondere im Fokus, welche Impulse sich aus den Diskussionen für die weitere Arbeit an partizipativen Lehr- und Lernformaten mitnehmen lassen.

Ausblick

Auch in den kommenden Monaten wird AP02 seine Arbeit und Ideen in weiteren Formaten vorstellen und den Austausch über Co-Creation und studentische Partizipation fördern. Interessierte sind herzlich eingeladen, dabei zu sein: