
Am 10. Juli öffnete sich der Innenhof U2 für einen Vormittag voller Impulse, Diskussionen und Zukunftswerkstätten: Studierende, Lehrende und wissenschaftsstützende Mitarbeitende der Universität Bamberg kamen zusammen, um über die Zukunft der Lehre an ihrer Uni zu arbeiten. Es war die erste größere uniinterne Veranstaltung des Projekts „Bamberger Kulturen der Lehre gemeinsam gestalten" (BaKuLe).
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Stefan Hörmann, Vizepräsident für Lehre und Studierende sowie Projektleiter von BaKuLe, und Prof. Dr. Dominik Herrmann, Co-Projektleiter und wissenschaftlicher Co-Leiter von BaKuLe, erarbeiteten die ca. 100 Teilnehmenden in vier parallelen Zukunftswerkstätten folgende Thesen:
Vier Thesen für die Lehre von morgen
Neue Generation, neue Erwartungen: Es braucht einen physischen Raum, in dem Gemeinschaft an der Uni Bamberg erlebbar wird – studentisch selbstverwaltet, nachhaltig eingerichtet und offen für den Austausch zwischen allen Statusgruppen.
KI als Bedrohung, Werkzeug oder Befreiung: Die Universität soll bis 2030 chancengerechte Zugänge zu KI sicherstellen und fachspezifische KI-Kompetenzen über den gesamten Studienverlauf vermitteln – eingebettet in menschliche, vertrauensvolle Lehre, die den kritischen Umgang mit KI als Bereicherung fachlicher Kompetenz begreift.
Lehrformate der Zukunft: Die Vorlesung ist nicht automatisch überholt, verliert aber als reines Vermittlungsformat an Überzeugungskraft. Gefragt sind klug kombinierte Lehrarchitekturen, die der Heterogenität der Studierenden begegnen und Dozierende als beratende Expert*innen und authentische Vorbilder verstehen.
Präsenz oder digital: Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es braucht eine hochwertige Mischung beider Formate, Klarheit über die Gründe der jeweiligen Entscheidung – und eine Kultur der Anerkennung mit den dafür notwendigen Ressourcen.


Podiumsdiskussion
Die anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Jannica Budde (Centrum für Hochschulentwicklung – CHE, Gütersloh), Dr. Alexa Maria Kunz (Karlsruher Institut für Technologie – KIT / House of Competence) und Prof. Dr. Heinz Reinders (Universität Würzburg) spiegelte diese Thesen mit Perspektiven aus Hochschulforschung und -entwicklung. Auch in den Kaffeepausen setzten viele Teilnehmende den Austausch fort.

Ausblick
Die Ergebnisse fließen jetzt in die weitere Arbeit des Projekts BaKuLe ein. Alle Teilnehmenden erhalten dazu in Kürze eine Zusammenfassung mit den nächsten Schritten.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die mitgedacht, mitdiskutiert und mitgestaltet haben.
